Ubisoft Montreal arbeitet mit Hochdruck an einem Assassin’s Creed, das alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen könnte – wortwörtlich. Codename Hexe ist nicht nur ein Arbeitstitel, sondern ein Versprechen. Denn diesmal geht es um düstere Zeiten, übernatürliche Kräfte und vielleicht das unheimlichste Setting, das die Reihe je gesehen hat: das Deutschland des 16. Jahrhunderts – mitten in der Zeit der Hexenverfolgung.
Die ersten Hinweise: Ein Teaser, der Gänsehaut machte
Alles begann mit einem kurzen Teaser, den Ubisoft gemeinsam mit Assassin’s Creed Codename Red (jetzt AC Shadows) veröffentlichte. Kein Gameplay, keine Dialoge – nur ein düsterer Wald, in dem ein aus Holz geschnitztes Assassinensymbol im Wind baumelt. Das Logo von Codename Hexe. Schnell war klar: Der Titel ist kein Zufall. „Hexe“ ist deutsch.
Vor allem deutsche Fans waren sofort Feuer und Flamme: Hexenprozesse, finsteres Mittelalter, das Heilige Römische Reich. Gerüchte verdichteten sich, dass das Spiel im 16. oder 17. Jahrhundert spielen könnte – einer Zeit voller Angst, Aberglaube und Inquisition.
Von Gerüchten zu echten Infos – wie sich das Bild vervollständigte
Nach dem ersten Teaser blieb es lange still – doch dann folgten typische Ubisoft-Zeichen: Jobanzeigen. Ein Groom Artist und ein Gameplay Animator wurden gesucht – und das reichte den Fans, um loszuspekulieren. Insbesondere, weil immer mehr Hinweise auf eine neue Hauptfigur auftauchten: Elsa – eine junge Frau mit übernatürlichen Fähigkeiten.
Dazu kamen Vergleiche mit The Witcher 3, nicht nur wegen des düsteren Tons und der europäischen Geografie, sondern auch wegen der angedeuteten Kreaturen im Spiel. Monster? Oder doch eher ISU-Relikte? Noch ist nichts bestätigt.

Übernatürliche Kräfte und neue Spielmechaniken
Was Codename Hexe so besonders machen könnte, ist der Mix aus klassischen Assassin’s Creed-Elementen und neuen, düsteren Mechaniken. So wurde gemunkelt, dass Elsa eine Katze kontrollieren kann – ähnlich wie der Adler in Origins und Odyssey. Die Katze könnte zum Beispiel Objekte umstoßen, um Gegner abzulenken. Ob das wirklich ins Spiel kommt, ist offen – aber allein die Idee zeigt, wie experimentierfreudig Ubisoft hier offenbar ist.
Ein weiteres spannendes Detail: Hexe soll ein Angstsystem einführen, ähnlich dem aus dem Jack the Ripper-DLC von Assassin’s Creed Syndicate. Gegner könnten auf bestimmte Aktionen panisch reagieren, was ganz neue Möglichkeiten für Stealth und Attentate eröffnet. Vor allem in einer Welt, in der der Aberglaube allgegenwärtig ist, ergibt das absolut Sinn.
Entwicklung und Setting: Alles spricht für Zentraleuropa
Ubisoft Montreal ist das Studio hinter Hexe – bekannt für große AC-Projekte wie Valhalla. Das passt perfekt, denn Hexe soll atmosphärisch dichter und deutlich linearer werden als z.B. Odyssey oder Valhalla. Laut Insider Brandon Morgan kehrt Ubisoft zu den Wurzeln zurück – weniger Open World, mehr Story, mehr Düsternis.
Das Setting: Mitteleuropa im 16. Jahrhundert, vermutlich im heutigen Süddeutschland oder angrenzenden Regionen. Die Zeit der Hexenverfolgung – ein echtes, historisches Kapitel, das Ubisoft hier aufgreift. Es geht offenbar nicht nur um Elsa, sondern auch um ihre Mutter, die laut einem Leak von Userin „Bunny“ den Hexenprozessen zum Opfer gefallen sein soll. Ein starkes Motiv für unsere Heldin.
Release-Zeitraum: Wann erscheint Assassin’s Creed Hexe?
Hier wird es besonders spannend – und gleichzeitig spekulativ. Laut diversen Leaks, darunter von Tom Henderson und Brandon Morgan, soll Hexe nach dem Post-Launch-Support von AC Shadows erscheinen, daher tippen viele auf ein Release von Hexe im Jahr 2026 oder 2027.
2027 wurde von Insider-Seite mehrfach als mögliches Ziel genannt. Das würde bedeuten: Ganze fünf Jahre nach dem ersten Teaser kommt das Spiel tatsächlich auf den Markt. Eine lange Wartezeit – aber wenn Ubisoft sich Zeit nimmt, um etwas Besonderes zu schaffen, nehmen wir das doch gerne in Kauf.

Die Köpfe hinter dem Spiel: Düstere Erfahrung garantiert
Ein echter Hoffnungsschimmer für alle Fans von dunklen Settings: Benoit Richer arbeitet an Assassin’s Creed Codename Hexe. Der Mann hat schon bei Batman Arkham Origins und Assassin’s Creed Valhalla mitgewirkt – und weiß ganz genau, wie man düstere Welten zum Leben erweckt.
Auch Darby McDevitt, der als Writer bereits bei vielen AC-Titeln dabei war, soll wieder mit im Boot sein. Diese Kombination aus Story-Finesse und düsterem Game-Design lässt hoffen, dass Hexe ein echtes Highlight der Serie wird – nicht nur für deutsche Fans.